Gitarren-Hermann – ein kleiner Nähkrimi

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Vergangene Woche war es wieder soweit. Ich hielt ein kleines Päckchen der lieben Natascha von „Naev…designt!“ in Händen und wusste bereits vorher: diesmal wird es Webware sein, die ich für sie probevernähen darf. Da hatte ich direkt schon Herzklopfen. Eigentlich habe ich kein Problem mit Webware, aber:
– ich habe einen Jungen, Kleinschnittmuster sind also schon mal raus
– wir sind bei den Farben sehr wählerisch und mögen es nicht zu aufgeregt
– Webware hat meistens eine kleinere Stoffbreite als Jersey, wird der Stoff also für etwas ordentliches reichen?

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Ich machte das Päckchen auf und „uff“. Damit hatte ich nicht gerechnet, als mir 1 m „Groovy Guitars Lagoon“ von Michael Miller entgegen leuchtete. Die Farben passten ganz gut zu uns, blau und grün mag der Maulwurf gern, und schwarz geht ja immer. Aber gleich so viel davon? Hmm… ich war sehr unsicher, was ich mich diesem Stoff anfangen sollte und war kurz ziemlich niedergeschlagen. Das tolle an dem Probevernähen für Natascha ist aber genau diese „Wundertüte“. Man bekommt einen Stoff zugeteilt, den man sich evtl nie gekauft hätte und MUSS sich etwas überlegen, wie man den Stoff so verarbeitet, dass es einem doch gefällt.

Mein erster Plan war, ein „Wintersonnen„-Kleid von „Lotte&Ludwig“ zu nähen, mit Rockteil aus Gitarrenstoff. Also zugeschnitten. Und dann war ich doch unsicher, ob so etwas aufgeregtes zu mir passt und habe noch einmal alle Pläne über den Haufen geworfen. Nach einigem Suchen bin ich auf das „Hemd Hermann“  von MaThiLa gestoßen. Das war es!! Also gedruckt, geklebt und auf den Stoff gelegt. Was hab ich geschwitzt, ob es auch passen würde (ich hatte ja einen Teil schon für die Wintersonne zerschnitten und musste jetzt gut wirtschaften). Und was soll ich sagen: es hat GENAU gepasst! Ein minikleines Stück war übrig, das noch in der TWONIE von Miss Rosi verarbeitet werden sollte. Ich war glücklich!

Beim Nähen dann der Schock: eine Blende für den Hemdärmel war plötzlich weg. Unauffindbar. Ich bin durch das ganze Nähzimmer gekrochen und habe den Schnipsel gesucht, völlig verzweifelt und den Tränen nahe, weil absolut nichts mehr übrig war. In meinem Wahn habe ich den Mülleimer ausgekippt, und genau dort habe ich das verlorene Teil wieder gefunden. Ende gut, alles gut!
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, und ich hätte es mir niemals träumen lassen, dass dem kleinen Maulwurf dieser Stoff so gut stehen würde. 🙂

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Der letzte Nervenkitzel im „Hermann“-Krimi: ich wurde gerade am letzten Tag vor der Abgabe mit nähen fertig und musste nur noch die Bilder machen. Da bekam der Maulwurf eine Bronchitis und sollte am besten drin bleiben. Daher wurde die Gitarren-Kombi drin abgelichtet.
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Wenn ihr euch die anderen Designbeispiele aus dieser Runde anschauen wollt, solltet ihr in den nächsten Tagen den Blog von „Naev…designt!“ anschauen.

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3 Gedanken zu “Gitarren-Hermann – ein kleiner Nähkrimi

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