Design Näh Dienstag

Willkommen zum Design Näh Dienstag. Gemeinsam mit den anderen Stammprobevernähern (was für ein Wort) für Naev Stoffe stellen ich in regelmäßigen Abständen Stoffe aus Nataschas Sortiment vor.

Mein erster Stoff war direkt eine riesige Herausforderung, da die Farbe „Flieder“ bisher gänzlich unterrepräsentiert war in meinem Kleiderschrank. Für den kleinen Monsieur wäre dieser Stoff nicht gegangen, denn der hat mittlerweile sehr konkrete Vorstellungen von „coolen Klamotten“.

Letztendlich habe ich mich für einen gemütlichen Pulli für mich entschieden, in dem ich im Herbst gepflegt zu Hause auf dem Sofa lümmeln kann.

Hier kommen die Schwalben, die ihr hier bei Naev Stoffe bekommt:

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Lausejunge: eine Liebeserklärung

*ähem*

*räusper*

Hallöchen.

Da bin ich wieder.

Seit dem letzten Mal sind viele Wochen ins Land gegangen, aber ich bin ja jetzt Vollzeitreferendarin. Und Vollzeitmama. Und VollzeitEHEFRAU (haha, das wird sicher nie aufhören, sich komisch anzuhören!). Und überhaupt mache ich offenbar alles immer Vollzeit und sollte dringend mal lernen, nein zu sagen. Aber das ist eine andere Geschichte, und ich werde euch garantiert noch vom kuriosen Leben einer Referendarin erzählen.

Heute habe ich aber etwas anderes für euch, etwas SCHÖNES!

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Es ist ja so: Mein Sohn ist wirklich ein echter Rabauke! Er ist laut und frech und wild. Genau so habe ich mir das immer gewünscht. (Auch wenn ich heute manchmal am Rande meiner Kräfte bin, weil dieses Kind es erfahrungsgemäß auch schafft, 6 Erwachsene müde zu spielen) Oft bin ich mit ihm auf dem Spielplatz und denke mir: „Das ist Kindheit!“ … mit allem, was dazu gehört. Durchgewetzte Knie, aufgeschürfte Ellbogen, Sand und Dreck, ein Stock in der Hand oder hoch oben in der Luft, auf einem Klettergerüst. Das sind die Momente, in denen mein Kind auflebt.

Für jeden gehört doch etwas anderes zur Kindheit, aber jeder hat bestimmte Erinnerungen, die ihn in diese wunderbar freie Zeit zurück versetzen. Bei mir war es Gummitwist, stunden- nein, tagelang. Und mein Springseil. Und die Straßenlaterne bei der Bushaltestelle, die ich als einzige von allen ganz hochklettern konnte. Und leider auch die typischen „Dieter-Bohlen-Gedächtnisjogginghosen“, für die ich mich heute schäme. War halt modisch gesehen nicht so die Glanzzeit, die 90er, ne? Was ist für euch Kindheit? Erzählt doch mal?

Oft überlege ich mir, was wohl für meinen Jungen später Kindheit sein wird. Und wenn ich mir die vielen vielen (VIELEN) Bilder von ihm ansehe, wird mir eins klar: Lotte&Ludwig ist ein großer und wichtiger Teil seiner Kindheit. Es vergeht kaum ein Tag, an dem er kein Kleidungsstück der lieben Svenja trägt. Seien es die zahlreichen Ludwig Lässigs, die ich mittlerweile genau nach seinen Farbwünschen nähen muss und die von absolut jeder Erzieherin im Kindergarten schon ausgiebig gelobt wurden, der Basicpulli, der Regenfänger, den alle seine Freunde so cool finden, das Draußenkind, das sowieso allergrößte Liebe war, oder der neue Schnitt, den es erst seit wenigen Tagen gibt. Die Kleidungsstücke sind immer zeitlos schön, haben das besondere Etwas und sind bequem. Ich denke und hoffe, dass er sich später nicht für die Mode seiner Kindheit schämen wird, denn keinen einzigen der Schnitte hätte ich als Kind nicht tragen wollen.

Heute zeige ich euch einen der neuen Schnitte von Lotte&Ludwig.
Das Set heißt passenderweise „Lausejunge“ und besteht aus Hose und Shirt mit sehr coolen Fenstertaschen. Einfach besonders, praktisch und cool! Gerade die Jungsmamas wissen sicher, wie schwierig es ist, Schnitte zu finden, die nicht zu babyhaft aussehen. Gerade das finde ich bei Svenjas Schnitten toll. Es sind Kleidungsstücke, die allein durch die Stoffwahl „verspielter“ oder „erwachsener“ werden. Der Grundschnitt ist schlicht und zeitlos.
Ein weiteres Plus der Hose: aus leichten Stoffen genäht ist sie einfach perfekt für den Kindergarten, finde ich. Sie ist weit (selbst mein Sohn hat geäußert: „Oh Mama, die ist voll gemüglich!“), lässig, nicht kurz (wenn man morgens hingeht bei milderen Temperaturen) und nicht zu lang (wenn es mittags warm wird). Durch den Gummizug kann er sie hervorragend selbst anziehen und in die großen Fenstertaschen passt allerhand Krimskrams, den Lausekinder eben so mit sich herumtragen.

Seht selbst:

Den Schnitt bekommt ihr bei dawanda oder makerist. Ein tolles Extra, das sicher viele schon kennen, ist die Facebook-Gruppe: Lotte&Ludwig…näh mal wieder! Hier findet man viel tolle Inspiration, Hilfe, Ideen und ist immer auf dem Laufenden, wenn es etwas Neues gibt.
In den nächsten Tagen zeige ich euch noch weitere Lausejungen-Shirts, und auch das zweite Sommerset von Svenja, das „Milchmädchen“.

Stoffprobevernähen

Ding dong… Sie haben Post!

Wie immer habe ich mich sehr gefreut, ein Überraschungspäckchen von NAEV Stoffe zu bekommen. Da steigt die Spannung immer schon ins Unermessliche, wenn ich unterwegs bin und eine Nachricht bekomme „Du, da kam ein Päckchen für dich!“. Dieses Mal durfte ich einen kuschelweichen Alpenfleece vernähen.

Eigentlich super für Jogginghosen und Kuschelpullis aller Art. Dieses Mal wurde es aber ausgerechnet dann wieder warm, als der Stoff hier eintrudelte. Und da der Bub sowieso so ein Heißblut ist, musste etwas anderes her.
Nach Rücksprache mit Svenja von Lotte&Ludwig war klar, dass sich diese Art Stoff auch perfekt für einen Badeponcho eignet! Er ist saugfähig, kuschelweich und passt von den Farben super zum Schwimmbad.

Ich präsentiere euch: den Butzemann aus federleichtem Alpenfleece von NAEV Stoffe! Eine super Alternative zu Frottee, weil dieser Badeponcho bestimmt niemals kratzig wird 😉

 

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Pelle

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Heute will ich euch einen zuckersüßen kleinen Hasen vorstellen. Sein Name ist Pelle.
Bei österlichen Temperaturen schrieb ich der lieben Saskia von mamasliebchen, dass auch ich gerne einen Stoff aus ihrer Eigenproduktion probevernähen möchte. Die Vorschau war zu verlockend, um sich nicht zu bewerben.
Das Glück war mir hold und ich konnte sie überzeugen, mich ins Team zu nehmen. Yay! Danke, liebe Saskia!
Aus der unheimlich umfangreichen Palette an Mustern und Farben durfte ich meine Favoriten angeben. Neben Pippa und Piet, zwei süßen Häschen auf blauem und rosa Grund, gab es noch den kleinen Pelle. Und der hat mein Herz im Sturm erobert.

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Qualvolle Tage des Wartens folgten, alle Welt schien Post zu bekommen, nur ich nicht. (Wie um mich zu verhöhnen durfte ich jeden Tag eine Vielzahl von Paketen für die Nachbarschaft annehmen). Dann endlich kam das liebevoll verpackte Päckchen (inklusive Rüblikuchen-Rezept, wie passend!) und ich hielt die kuschelweichen Stoffe in den Händen. Plötzlich war ich unsicher, ob das Hasenmotiv auf mintfarbenem Grund nicht zu kindlich ist, doch die Sorge war unbegründet, der kleine Monsieur war direkt Feuer und Flamme und zeigt seither stolz seinen Hasenpulli.

DENN: Pelle zierte bald darauf einen gemütlichen Basicpulli. Der Schnitt von Lotte&Ludwig hatte vor Kurzem ein Revival für Kinder und wurde noch erweitert um die Damengrößen – ein Fest, sag‘ ich euch! Es ist ein regelrechter Pulli-Wahn ausgebrochen, den ihr bald leibhaftig erleben dürft 😉
Zum Basicpulli mit Stehkragen kam noch eine gemütliche Leggins aus dem Kombistoff „shaped lines“ in Gold, auch von mamasliebchen. Diese Serie gefällt mir besonders gut, weil sie für alle und alles verwendet werden kann. Auch für  mich habe ich einen schönen Pulli nähen können, dazu bald mehr.

Und sonst so? Vielleicht fällt jemandem mein tolles neues Logo auf, das der begnadete Letterer Josef mir freundlicherweise erstellt hat. Ich bin ganz verliebt und es spart mir eine Menge Zeit! Vielen lieben Dank!

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Winterwelt

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Was haben wir alle auf den Winter gewartet, oder? Kurz vor Weihnachten waren wir noch im leichten Sommerjäckchen im Park und haben Lebkuchen-Eis gegessen und hatten bereits die Befürchtung, dass wir diesen Winter schneelos bleiben.
Als vor ein paar Tagen die ersten weiß gepuderten whatsapp-Bilder der Oma eintrafen, haben wir uns schon auf einen Besuch im Schwarzwald eingestellt. Unsere kühnsten Träume wurden übertroffen!!

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Es hat Schnee, soweit das Auge reicht! Zeitweise konnten wir kaum raus, weil das Schneegestöber zu stark war, um Schlitten zu fahren.
Das kleine Sommerkind war zunächst eher semi-begeistert von dem kalten Zeug (wie letztes Jahr), nachdem er dann aber den Schlitten erblickt hat gab es kein Halten mehr! Wir haben gleich mehrere Besuche am örtlichen Schlittenberg verbracht, den wir aufgrund der Kinderarmut in meinem Heimatdorf ganz für uns alleine hatten.

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Die Nähtante in mir war natürlich ganz besonders gespannt auf den ultimativen Härtetest unseres „Draußenkinds„. Bisher hat es einige Matschpfützen und Regenfälle erlebt, aber Schneeengel, Einseifen, im Schnee liegen und sitzen, und das ganze stundenlang, das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Der Schnitt und das Material haben sich aber wacker geschlagen und den Test mit Bravour bestanden! Die verdeckten Arm-Bündchen haben verhindert, dass Schnee in Handschuhe und Ärmel rutscht, der innere Beinbeleg aus wasserabweisendem Stoff hat verhindert, dass sich der Anzug innen mit Feuchtigkeit vollsaugt. Einziges Manko: anfangs war der Halsausschnitt sehr weit, wenn die Kapuze nicht aufgesetzt war. Sie rutscht immer wieder vom Kopf und es schneit ins Genick (zugegeben fand ich die Reaktion des Maulwurfs sehr amüsant, aber man will ja nicht sadistisch sein ;)). Also haben wir kurzerhand den Schal über die Kapuze gezogen und so war auch dieses Problem gelöst.

Für den nächsten Winter halte ich mir auf jeden Fall direkt den Draußenkind-Schnitt von Lotte&Ludwig für einen Schneeanzug bereit. Er hat für uns absolut alle Anforderungen des Alltags erfüllt.

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Wer noch nähere Infos zu Schnitt und Material will, darf das gerne in den vergangenen Beiträgen nachlesen. Hier und hier.

In Kürze zeige ich euch das neueste Baby von Lotte&Ludwig, das ihr sicher schon in zahlreichen Variationen bei anderen Probenähern gesehen habt. Den BasicPulli!

 

*Dieser Beitrag enthält ein bisschen Werbung.

Frohe Weihnachten

Es ist ruhig hier.

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Das liegt gar nicht am „Familienstress“, Völlerei und Futternarkose – nein, wir haben uns gewissermaßen eine Zwangspause verordnet. Der kleine Monsieur hat sich aus dem Kindergarten mit einer richtig ordentlichen Krankheit in die Weihnachtspause verabschiedet. Ist ja so auch viel praktischer, dann verpasst man da nichts.
Wir sind also zu Hause, nur wir drei, wir lümmeln auf der Couch, schauen uns alte und neue Kinderfilme an, spielen Spiele und kuscheln ganz viel. Zu Essen gibt es das, was uns am besten schmeckt. Nichts besonders aufwändiges, nichts, was zu schwer im Magen liegt.

Und irgendwie ist das alles richtig und gut so. Natürlich vermissen wir die Familie sehr und hätten gerne alle gesehen, aber es war gut, dass uns die Entscheidung und all die Hektik abgenommen wurde und wir einfach eine Auszeit bekommen.

Ich hoffe, ihr verbringt alle die Tage genau so, wie ihr es euch wünscht, sei es mit großem festlichen 4-Gänge-Menü, mit vielen oder wenigen Geschenken, mit der ganzen großen Familie oder nur in „kleiner Besetzung“, oder eben, wie wir, mit Kuscheldecken im Schlafanzug auf dem Sofa.

Denkt nicht, ich wäre untätig. Wir hätten wohl alle den Lagerkoller, wenn wir rund um die Uhr im selben Raum wären. Ich nähe, was das Zeug hält, für den wunderbaren neuen Schnitt von Lotte&Ludwig, auf den ich schon so lange gewartet habe. Und bald, ganz bald, zeige ich euch erste Einblicke ins Nähstübchen.

 

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Heute zeige ich euch unser zweites Draußenkind.

Nach dem Apfelanzug kam ziemlich schnell der Gedanke an einen geeigneten Schnee-/Winter-/Matschanzug, für den der Schnitt von Lotte&Ludwig ja wie prädestiniert ist. Schon beim Regenfänger&Pfützenkönig war ich ganz begeistert von den Regenbekleidungsstoffen, die so weich und angenehm zu verarbeiten sind. Wie es der Zufall so will, hatte ich noch genau so viel, dass es für ein Draußenkind in Maulwurf-Größe reichte.

Ich schnitt also den Außenanzug zu, ebenso das Vliesfutter, und machte mir dann Gedanken über das Material des Innenanzugs. Dann, und das nenne ich jetzt mal Schicksal, fragte mich die liebe Natascha von naev…designt!, ob ich einen kuschelig weichen Micro-Fleece für sie probenähen würde. Bis auf den letzten cm habe ich auch diesen zugeschnitten und daraus unseren Schneeanzug genäht. Die Nähte des Außenanzugs sind wieder mit Nahtband versehen, damit das gute Stück auch nach langen Schlittennachmittagen noch dicht ist.

Und jetzt schnell ein paar Bilder (leider sind sie nicht ganz optimal, da irgendetwas mit meinem Objektiv nicht in Ordnung ist):

Die Materialien für dieses Draußenkind: 

Das Leben findet draußen statt

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Sommerkinder, ihr müsst jetzt stark sein! Es ist Dezember und es wird kalt. Richtig kalt. Eigentlich gehöre ich zu dieser Sorte Mensch, die sich bei Temperaturen unter 10 Grad am liebsten einmummeln und keinen Finger mehr rühren. Zumindest war das früher so. Mittlerweile haben wir dieses kleine Duracell-Häschen bei uns wohnen, das den ganzen Tag Action braucht. Da fällt einem daheim schnell die Decke auf den Kopf.

Schon direkt nach der Geburt habe ich stundenlange Spaziergänge mit unserem kleinen Monsieur im Tragetuch gemacht und habe die frische Luft und Bewegung lieben gelernt.

Mit einem zweijährigen Spielplatzkind ist das alles ganz anders. Die Ansprüche an die Kleidung werden plötzlich viel höher, denn die muss so einiges mitmachen.

Schon als ich den Prototyp von Svenjas „Draußenkind“ gesehen habe, wusste ich, das wird UNSER Kleidungsstück 2015! Ein Overall, der wandelbar ist für alle Ansprüche, die man haben kann.

Ich hatte mich kurz davor in die tollen Äpfel von enemenemeins verliebt und es war klar: wir brauchen einen Apfel-Anzug! Die liebe Bianca Farbenfroh war so nett und hat mir extra für diesen Stoff passende Fimo-Knöpfe angefertigt, damit auch alles passt.

Ich bin ganz verliebt und auch der kleine Monsieur betont immer wieder vor allen Menschen, die ihn bewundern, dass ich das „gebacken“ habe.

Der Schnitt „Draußenkind“ kann mit Wichtelkapuze (die ich persönlich LIEBE!!) oder mit Stehkragen (besonders gut zum Autofahren) genäht werden, mit Futter oder einlagig, mit schicken Teilungsnähten inkl. Paspeln oder ohne (was besonders für kleine Traglinge bequemer ist), mit Reißverschluss-Blende und Klappen oder ohne, mit Hand- und Fußklappen (so brauchen wir auf dem Fahrrad keine Handschuhe)… ihr seht, Svenja hat sich wie immer selbst übertroffen und einen Schnitt gezaubert, der einfach perfekt ist.

Mittlerweile habe ich schon drei Draußenkinder genäht und es langweilt mich noch lange noch nicht. Ich kann es kaum erwarten, irgendwann einen winzig kleinen Overall für Augustinchen 2.0 zu nähen!

Bei diesem Probenähen war übrigens auch meine Freundin Jessy dabei und hat für ihre Miesmuschel auch zwei tolle Overalls genäht. Schaut auf jeden Fall mal bei ihr vorbei! Da wir quasi Nachbarn sind, lag es nahe, die Bilder zusammen zu machen, und es sind einige absolut zauberhafte Bilder entstanden, seht selbst:

 

Das Material für den Apfelanzug*:

*Dieser Beitrag enthält Werbung

Ein „Dream-Team“ für ruhige Nächte

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Jaja, ich weiß, das „Draußenkind“ ist gerade in aller Munde, und auch bei uns ist es die große Wichtelliebe, aber ich habe euch durch den ganzen Examensstress noch ganz andere Sachen vorenthalten. Deshalb, bevor ich euch mit Bildern unseres Walk-Overalls überflute, geht es heute um unsere Nächte…
Schlafen ist bei uns ja so eine Sache. Der Maulwurf hält davon recht wenig. Jetzt ist es nicht so, dass er nicht gerne im Bett wäre – er kuschelt nur viel lieber, erzählt einem Geschichten, spielt verstecken oder Trampolin, und und und. Wenn er schläft, wälzt er sich so viel herum, dass jede Decke nutzloses Accessoire wird. Da kam uns im letzten Jahr der „Zappelphilipp“, ein Schlafsackanzug von Lotte&Ludwig, genau richtig. Diesen ärmellosen Anzug habe ich aus Leinenstoffen genäht und mit kuscheligem Nicki gefüttert. Häufig wurde er Zappelphilipp auch tagsüber getragen, weil es sich damit auch ganz gemütlich spielen lässt. Alles war gut.

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Tja, und dann? Dann wuchs das Kind. Immer, immer weiter. Durch seinen tiefen Schritt und die langen Bündchen wächst der Anzug ein ganzes Stück mit, aber irgendwann ist Schluss. Wir hatten zuletzt eher einen „Knickerbocker“-Schlafsackanzug. Und jetzt im Herbst war das nicht mehr ideal. Zähneknirschend stellte ich fest, dass ich bereits die größte Größe genäht hatte und grübelte, wie ich ihn wohl am besten vergrößern könnte… Wie so oft war die liebste Svenja mein Retter in der Not und hatte genau im richtigen Moment die Vergrößerung vom Zappelphilipp parat!
Unser Zappelphilipp 2.0 wurde farbenfroh und ein bisschen retro, aus weichem Jeans-Chambray und dem tollen festen Graziela-Eisenbahn-Stoff. Gefüttert mit einfacher Webware und Vlieseline, damit es im Herbst genau richtig ist, um nicht zu sehr zu schwitzen. Demnächst wird hier aber sicher noch eine kuschelige Winterversion entstehen aus tollen Stoffen von „Kleiner Fuchs Stoffe„, die vor kurzem einen online-Shop eröffnet haben und meinen finanziellen Ruin bedeuten werden 😉

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Und weil man ja auch noch etwas passendes für untendrunter braucht, gab es auch noch eine Erweiterung für den Traumanzug, den Schlafanzug aus dem Hause Lotte&Ludwig. Auch dieser Schnitt hat es mir sehr angetan, weil er besonders schnell genäht ist und man dafür all die Stoffe nehmen kann, die einem unheimlich gerne gefallen (wie zum Beispiel diesen Sommer den bunten Wikingerstoff, den ich für naev…designt! probevernähen durfte), das Muster allerdings zu groß und aufgeregt für Alltagskleidung ist.
Für den Maulwurf ist daher wieder ein ganzer Schwung gemütliche Schlafkleidung entstanden, und auch ihr alle könnt jetzt eure Kinder bis Größe 116 damit ausstatten. 🙂 Da die beiden Schnitte so ein „Dream Team“ sind, könnt ihr sie als Kombi-ebook kaufen, aber natürlich sind „Zappelphilipp“ und „Traumanzug“ auch einzeln erhältlich.

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Svenja, ich bin SO glücklich, dass ich immer deine fantastischen Schnitte testen darf! Der Name Lotte&Ludwig steht für mich für 100% durchdachte, super erklärte und ausgefallene Schnitte, die in Passform und Stil genau zu uns passen! Hoffentlich ist dein Kopf noch voller toller Ideen, dass die Nähmaschine hier immer Futter hat 😉

PS: und weil das gerade zum Thema passt, erzähle ich euch noch eben, welche unsere Top-Einschlafgeschichten sind, die ich bei unseren nächtlichen Spaziergängen mit der emei-Trage runterbete (genau diese beiden kann ich auswendig, weil der Maulwurf sie vergöttert!!):

1) „Wie kleine Tiere schlafen gehen“ von Ann-Kristin Brügge (Oetinger Verlag), ein ganz süßes Buch mit wunderschönen Reimen (ich hasse fast nichts mehr als schlecht gereimte Kinderbücher, und bin immer wieder fassungslos, was so alles veröffentlicht wird)
2) „Das Zebra hat Streifen, Flecken hat die Kuh“ von Stefanie Reich (Arena Verlag), auch herrlich lustige Reime mit richtig guten Enjambements (yeah!) und tolle, farbenfrohe Zeichnungen! Leider kann das Nachfolgebuch der Autorin bei weitem nicht an dieses heranreichen.

Soweit, so gut. Gute Nacht und süße Träume!

Gitarren-Hermann – ein kleiner Nähkrimi

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Vergangene Woche war es wieder soweit. Ich hielt ein kleines Päckchen der lieben Natascha von „Naev…designt!“ in Händen und wusste bereits vorher: diesmal wird es Webware sein, die ich für sie probevernähen darf. Da hatte ich direkt schon Herzklopfen. Eigentlich habe ich kein Problem mit Webware, aber:
– ich habe einen Jungen, Kleinschnittmuster sind also schon mal raus
– wir sind bei den Farben sehr wählerisch und mögen es nicht zu aufgeregt
– Webware hat meistens eine kleinere Stoffbreite als Jersey, wird der Stoff also für etwas ordentliches reichen?

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Ich machte das Päckchen auf und „uff“. Damit hatte ich nicht gerechnet, als mir 1 m „Groovy Guitars Lagoon“ von Michael Miller entgegen leuchtete. Die Farben passten ganz gut zu uns, blau und grün mag der Maulwurf gern, und schwarz geht ja immer. Aber gleich so viel davon? Hmm… ich war sehr unsicher, was ich mich diesem Stoff anfangen sollte und war kurz ziemlich niedergeschlagen. Das tolle an dem Probevernähen für Natascha ist aber genau diese „Wundertüte“. Man bekommt einen Stoff zugeteilt, den man sich evtl nie gekauft hätte und MUSS sich etwas überlegen, wie man den Stoff so verarbeitet, dass es einem doch gefällt.

Mein erster Plan war, ein „Wintersonnen„-Kleid von „Lotte&Ludwig“ zu nähen, mit Rockteil aus Gitarrenstoff. Also zugeschnitten. Und dann war ich doch unsicher, ob so etwas aufgeregtes zu mir passt und habe noch einmal alle Pläne über den Haufen geworfen. Nach einigem Suchen bin ich auf das „Hemd Hermann“  von MaThiLa gestoßen. Das war es!! Also gedruckt, geklebt und auf den Stoff gelegt. Was hab ich geschwitzt, ob es auch passen würde (ich hatte ja einen Teil schon für die Wintersonne zerschnitten und musste jetzt gut wirtschaften). Und was soll ich sagen: es hat GENAU gepasst! Ein minikleines Stück war übrig, das noch in der TWONIE von Miss Rosi verarbeitet werden sollte. Ich war glücklich!

Beim Nähen dann der Schock: eine Blende für den Hemdärmel war plötzlich weg. Unauffindbar. Ich bin durch das ganze Nähzimmer gekrochen und habe den Schnipsel gesucht, völlig verzweifelt und den Tränen nahe, weil absolut nichts mehr übrig war. In meinem Wahn habe ich den Mülleimer ausgekippt, und genau dort habe ich das verlorene Teil wieder gefunden. Ende gut, alles gut!
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, und ich hätte es mir niemals träumen lassen, dass dem kleinen Maulwurf dieser Stoff so gut stehen würde. 🙂

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Der letzte Nervenkitzel im „Hermann“-Krimi: ich wurde gerade am letzten Tag vor der Abgabe mit nähen fertig und musste nur noch die Bilder machen. Da bekam der Maulwurf eine Bronchitis und sollte am besten drin bleiben. Daher wurde die Gitarren-Kombi drin abgelichtet.
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Wenn ihr euch die anderen Designbeispiele aus dieser Runde anschauen wollt, solltet ihr in den nächsten Tagen den Blog von „Naev…designt!“ anschauen.